Prioritäten nach der Eisenhower-Methode
In einem meiner letzten Artikel habe ich darauf verwiesen, dass ich noch mehr darüber schreiben werde, wie man aus einer Reihe von Aufgaben die auswählt, denen man sich als nächstes widmet. Dazu gibt es natürlich viele Methoden, aber ich will hier näher auf eine eingehen, die von dem ehemaligen US-Präsident und Alliierten-General Dwight D. Eisenhower stammt. Dass diese Methode somit einen militärischen Ursprung hat, ist sicher eine interessante Randnotiz. Nach der Eisenhower-Methode stellst du dir für jede Aufgabe genau zwei Fragen:
1. Ist die Aufgabe wichtig?
2. Ist die Aufgabe dringend?
Mit der Beantwortung dieser beiden Fragen fallen alle Aufgaben unter die folgenden vier Fälle, und das wiederum bestimmt, wie du mit der Aufgabe umgehst:
A.) Wichtig und Dringend: So schnell wie möglich erledigen! Und das am besten sofort.
B.) Wichtig aber nicht Dringend: Aufgabe konkret terminieren! Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Aufgabe im Chaos des Arbeitsalltags für lange Zeit untergeht. Oft werden wir aber an unserem Erfolg in den wichtigen Aufgaben gemessen, unabhängig davon ob sie nun dringend waren oder nicht. Dieses konkrete Eintragen der Aufgabe in den Kalender widerspricht dem Selbstmanagement System GTD (Getting Things Done, oder auf deutsch Wie ich die Dinge geregelt kriege), auf das ich in späteren Artikeln eingehen werde. Aber persönlich halte ich das Vorgehen dennoch für sinnvoll.
C.) Nicht Wichtig aber Dringend: Wenn nötig delegieren, sonst in den Papierkorb! Wenn es nicht in den Papierkorb kann - weil es so unwichtig nun auch wieder nicht ist - und man außerdem niemanden hat, an den man die Aufgabe delegieren kann, dann wird man sich selbst darum kümmern müssen, sobald die Aufgaben aus A.) abgearbeitet sind. Die konkrete Terminierung der Aufgaben aus B.) stellt dann immerhin sicher das diese wichtigen und nicht dringenden Aufgaben nicht völlig untergehen.
D.) Nicht Wichtig und nicht Dringend: Wenn nötig irgendwann erledigen, sonst in den Papierkorb! Wer sich nicht traut, die Aufgaben in den Papierkorb zu legen, mag so vorgehen: Einfach auf D.) liegen lassen und diese Liste regelmäßig durchsehen. Meist erledigen sich diese Aufgaben irgendwann von selbst, oder veralten und machen keinen Sinn mehr. Hat man aber doch mal Langeweile, findet man hier noch Aufgaben, die man ansonsten schon weggeworfen hätte.
Aber was ist denn nun wichtig und was nicht? Da muss ich mal wieder auf künftige Artikel verweisen…