Demnächst kaufe ich einen iMac! Damit werde ich zum Windows-Aussteiger (zumindest privat) und zum Mac-Einsteiger. Wie ich den Entschluss für diesen Umstieg gefasst habe, will ich hier kurz erläutern. Derzeit habe ich keinen Desktop Rechner zu Hause. Ich habe zwar einen Windows-Laptop, den ich täglich zur Arbeit trage und wieder mit nach Hause bringe. Die Anschaffung eines Desktop Rechners steht aber dennoch an, nicht zuletzt weil auch meine Frau Zugang zu einem Rechner braucht, wenn ich mit dem Laptop unterwegs bin. Daher habe ich mir einige Gedanken gemacht, was für einen Rechner ich denn nun brauche. So ist eine Liste an Anforderungen entstanden, die erfüllt werden sollen, gleichzeitig aber auch eine Liste an Features, die für mich persönlich keine große Rolle spielen (oder gar im wahrsten Sinne des Wortes kontra-produktiv wären).
IMac und Windows PC: Wie schneiden die beiden ab?
Warum steht da nicht auch Linux? Ist immerhin kostenlos! Wahrscheinlich bin ich Linux geschädigt. Meine letzten privaten Erfahrungen mit Linux sind 8 Jahre alt und ich hatte keinen Spaß damit. Daher habe ich Linux als Betriebssystem für meinen privaten Rechner gar nicht näher in die Auswahl genommen. Hinter jeder Anforderung gebe ich eine kurze Analyse, wie IMac und Windows PC damit klar kommen.
Anforderungen an meinen Heim-Rechner
1. Media Center
Der Rechner soll als Media Center insbesondere zum Abspielen von Titeln aus der eigenen Audio-Sammlung taugen. Dabei steht die Klangqualität nicht an höchster Stelle, es geht auch darum Kinderlieder und -Hörspiele leicht navigieren und abspielen zu können. Auch die digitale Fotosammlung soll komfortabel darüber verwaltet und angezeigt werden können. IMac: Mit Fernbedienung und Front Row und zus. iTunes und iPhoto zur Bilderverwaltung erfüllt der IMac diese Anforderung völlig. Windows PC: Auch Windows kommt damit klar. Eine Fernbedienung ist zwar kein Standard, aber ich glaube ich habe so was schon mal irgendwo gesehen.
2. Leise
Diese Anforderung stammt eigentlich direkt aus der vorherigen. Wenn der Rechner läuft, will ich ihn möglichst nicht hören. IMac: Der IMac ist leise! Windows PC: Hängt hier natürlich stark von der Ausstattung, insbesondere Grafikkarte ab. Aber ein leiser Rechner, der alle sonstigen Anforderungen erfüllt ist möglich.
3. Usability
Rechner und Betriebssystem sollen einfach zu bedienen sein. Den Rest meiner Familie zähle ich nicht unbedingt zu den sehr Computer-affinen Personen… IMac: Persönlich halte ich MacOS um einiges benutzerfreundlicher als irgendein Windows. Ob auch der Rest meiner Familie das so sehen wird, ergibt die Zeit. Windows PC: Ich bin kein Windows Fan. Auch wenn ich selbst ganz gut damit klarkomme, halte ich es bei weitem für nicht genügend intuitiv. Meine Frau hat ein Talent dafür, auf allen meinen bisherigen Windows-Rechnern in Probleme zu laufen, die sie nicht alleine beheben kann.
4. Chic
Da der Rechner offen in einer Ecke unseres Wohnzimmers stehen wird, soll er einen gewissen Chic mitbringen. Ein Untertisch Gehäuse disqualifiziert sich hier eher selbst. IMac: Ist natürlich Geschmackssache, aber wenn ein Rechner chic ist, dann der IMac. Windows PC: Für chicke Windows PC Lösungen muss man sich schon länger umschauen…
5. einfaches, automatisiertes Backup
Schaden macht klug! Mein letzter Windows PC (der sowieso veraltet war) ist an einem Festplatten-Crash dahingeschieden. Und obwohl ich es besser wusste, hatte ich kein einigermaßen aktuelles Backup. Neben Ärger und Arbeit bedeutete das insbesondere den Verlust einiger Monate geschossener Digitalfotos, die unwiederbringlich weg sind. Das passiert mir so nicht noch mal. IMac: Nach allem was ich über Time Machine gelesen habe, sollte das meine Anforderung völlig erfüllen. Eine externe Festplatte hinter den IMac zu stellen widerspricht zwar etwas der Chic-Forderung, aber Time Capsule ist mir persönlich dann doch zu teuer, insbesondere da ich bereits ein funktionierendes WLAN betreibe. Windows PC: Auch hier gibt es diverse Backup Lösungen, kenne aber keine, die in ihrer Einfachheit mit Time Machine mithalten kann.
6. von der Stange
Ich bin kein Bastler. Ich habe also keine Lust mir alle einzelnen Komponenten auszusuchen, auf Kompatibilität zu prüfen und dann zusammenzubauen. Ich will kaufen, hochfahren, loslegen. IMac: Basteln kaum möglich (ausser um ggf. RAM nachzuschieben, was man auf Grund des werkseitigen Preises wirklich selbst machen sollte.) Windows PC: Schwieriger. Da wäre schon ein Fachhändler des Vertrauens gefragt, die Auswahl der Teile zu übernehmen und zusammenzubauen. Aber mit der Anforderungsliste wohl machbar.
Was mein Rechner nicht braucht
1. Spiele-Tauglichkeit
Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger will ich, dass mein Rechner aktuellste Spiele ausführen kann. Meine Zeit zu Hause ist relativ knapp bemessen, und Spielen macht zwar Spaß, ist aber schrecklich unproduktiv und fördert auch nicht wirklich meine Beziehungen zu Familie und Freunden. Hätte ich aber einen High-End Windows Rechner, würde ich der Versuchung mit Sicherheit des Öfteren erliegen. Wenn es denn digitale Spielerei sein muss, zocke ich lieber mit meiner Frau zusammen an unserer GameCube (jaja, diese Spiele-Konsole ist auch veraltet…). iMac: Wer neueste Spiele zocken will, darf keinen iMac kaufen, basta. Mit Boot Camp oder gar Parallels könnte man sich zwar noch ein Windows auf den IMac packen, aber spätestens die nie top aktuelle Grafikkarte wird das Vergnügen bremsen. Windows PC: Die Anforderung ist natürlich auch für den Windows PC kein Problem, man muss sich halt nur bei der Auswahl der Grafikkarte zurückhalten.
2. ein bestimmtes Betriebssystem
Ich benutze privat derzeit keine Programme, die nur unter Windows laufen. Oder ich kann problemlos auf sie verzichten. Von daher ist das Betriebssystem nicht von vorneherein festgelegt. Wichtig ist mir nur, Office-Dateien lesen und bearbeiten zu können. Dafür ist ja zum Glück leistungsstrake Freeware für fast alle Betriebssysteme erhältlich.
3. Schnittstellen zu vorhandener Peripherie
Ich habe keine alte Peripherie, nicht mal einen Monitor. Der war beim Hinscheiden meines Rechners bereits so alt und ‘runter’, dass ich ihn gleich mit entsorgt habe. OK, ich betreibe ein WLAN, aber ein Rechner der damit nicht umgehen kann, scheidet sowieso aus.
Fazit
Es wird also ein iMac, die kleinste Version sollte vollkommen ausreichen. Ein kleines bisschen lässt mich der Preis zucken, aber neben den Argumenten oben, will auch mein Bauch diesen Umstieg. Natürlich habe ich auch versucht dieses Gefühl etwas zu untermauern, und tatsächlich findet man nur sehr wenige Berichte von Umsteigern, die diesen Schritt bereuen, dafür aber sehr viele positive Aussagen. Und habe ich doch mal Heimweh nach einem Windows PC, dann boote dank ein Windows, oder leiste mir gar Parallels um Windows neben MAC OS auf meinem Rechner nebeneinander zu betreiben.